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Ich möchte Dich hier gerne ein bisschen mitnehmen in meine Welt - Dir einen Einblick in meine Zeit bei IKEA geben & meine Projekte mit Dir teilen.

Ich hab so Bock, eine Community zu bauen, in der wir Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig inspirieren!

Und ich hoffe, Du bist dabei!

  • Debbie

Von Leidenschaft und Zweifeln

Aktualisiert: 27. Aug 2018

Warum das ganze? Wie es dazu kommt, dass ich wieder die Schulbank drücke, möchte ich in diesem Eintrag erzählen.



Krass!

Echt, das traust du dich?

Das ist aber mutig!

Wie cool, ich finds super.

Wow, das ist ja mal was ganz anderes.

Bist du echt sicher?

Wieso machst du das Jahr Uni nicht eben noch zu Ende?


Das sind einige der Reaktionen, die ich bekommen habe, als ich auf einmal verkündete, dass ich ab Sommer eine Ausbildung bei IKEA machen werden. Zum Teil skeptisch, zum Teil begeistert. Auf jeden Fall bin ich mir darüber bewusst, dass meine Entscheidung nicht ganz normal ist. Aber sie hat mich ja auch echt einiges an Mut gekostet.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich vor dem Auswahltag mit meinem Mann darüber geredet habe, was ich denn machen soll, wenn ich wirklich genommen werden würde... Das war echt ein komisches Gefühl. Und als mein Ausbilder dann bei mir anrief und mir mitteilte, dass IKEA mich gerne ausbilden würde, habe ich mich total gefreut, hatte aber irgendwie gleichzeitig auch schon Angst vor der Entscheidung, die nun auf mich zukam.




Aber vielleicht fang ich einfach mal von vorne an.


Eigentlich läuft bei mir alles ziemlich rund. Wie immer, hätte ich schon fast gesagt. Aber natürlich stimmt das nicht. Trotzdem kann ich echt sagen, dass ich mit einem tollen Leben beschenkt wurde, und mir tatsächlich schon viele Dinge gut gelungen sind, die ich mir vorgenommen hatte. Ich hab ein gutes Abi, war während der Oberstufe ein Jahr im Ausland, hab meinen Wunsch-Studienplatz bekommen. Ich hab eine supertolle liebevolle Familie und wahnsinnige Freunde! Mein Bachelor lief gut, ich hatte eine supercoole Studentenzeit & hab mir viele Freiräume geschaffen, um zum Beispiel mein Ehrenamt auszuüben.


Tja, aber ich hatte auch manchmal schon das Gefühl, dass es ganz schön krachen könnte, wenn mal etwas nicht so läuft wie geplant.



Und das ist dann tatsächlich auch der Anfang von dieser Geschichte hier: Nach dem Bachelor habe ich mich auf einen Master beworben. Doch leider ist das in meinem Fach (Psychologie) gar nicht so leicht wie gedacht... ich habe jedenfalls keinen Platz bekommen und mich dann entschieden, ein Jahr zu jobben und es dann einfach nochmals zu probieren. Im Frühling darauf, also eigentlich kurz vor den nächsten Bewerbungen, überkam mich auf einmal eine - ja man kann schon sagen - Sinnkrise. Ich habe mich gefragt, wozu ich das Ganze eigentlich mache, was meine Träume sind, was ich gut kann und eigentlich alles hinterfragt, was sich so den letzten Jahren so auf meinem Lebenslauf angesammelt hatte.

Was ist meine Leidenschaft? Und worauf habe ich eigentlich mal so richtig Lust?

Nicht, dass du mich falsch verstehst, ich habe Psychologie nicht nur studiert, weil ich ein gutes Abi hatte. Ich habe starke Sehnsucht danach, das Leben von Menschen besser, lebenswerter und einfacher zu machen. Doch irgendwie war ich gefangen im Hamsterrad von Leistung, Klausuren und dem Druck, dass mein Beruf richtig Sinn machen muss. Doch warum? Wer schreibt mir vor, was ich machen soll? Warum lasse ich mich so bestimmen?


Das waren Fragen, die ich mir gestellt habe.

Du merkst, das war hart. Keine leichte Zeit. Denn solche Fragen stellt man sich nicht mal eben so wie zum Beispiel "Hmmm, was ziehe ich heute an?" Aber es war total gut und wichtig, mich und meine Motivation mal so richtig zu hinterfragen.


Mir ist dann wieder eingefallen, dass ich nach meinem Abitur schon einmal überlegt hatte, mich für die Ausbildung bei IKEA zum Gestalter für visuelles Marketing zu bewerben. Aber ich hatte mich dann anders entschieden, und das war auch gut so. Ich möchte hier nämlich gar nicht alles schlecht machen.

Auf jeden Fall habe ich gemerkt, dass ich da immer noch ziemlich Bock drauf hätte. Ich hatte vor Kurzem eine Wohnung eingerichtet und wieder einmal gemerkt, dass mir alles rund um Interior Design wahnsinnig Spaß macht. Ich könnte stundenlang bei Pinterest nach neuen Einrichtung- und DIY-Ideen suchen und sie dann umsetzen. Ich liebe schönes Design, schöne Farben und Formen.



Und dann hab ich einfach angefangen.


Zuerst musste ich mich in meinen Gedanken mit der Idee anfreunden, aber ich hatte ja eh Zeit, weil ich nicht studiert hab. Also hab ich mich informiert, mich inspirieren lassen und hab losgelegt. Ein paar Projekte umgesetzt, die ich gerne als Arbeitsproben für die Bewerbung machen wollte. Ich hab überlegt, wie ich mich und meine Motivation in einem Anschreiben am besten vorstellen könnte, hab Fotos gemacht und im Internet nach kreativen Lebensläufen gesucht.


Nach und nach wurde meine Bewerbung immer cooler und im August war ich echt zufrieden und schickte sie ab. Einfach, um es probiert zu haben. Ich wusste, dass die Ausbildung sehr beliebt ist. Aber ich wollte es einfach versucht haben. Ich glaub das war einfach nur für mich. Umso erstaunter war ich dann, als ich eine Einladung zum Auswahltag in meinem Mail-Postfach hatte... Und dann ging auf einmal alles ganz schnell. Hier erzähle ich dir alles zum Auswahltag.


Ich habe mich entschieden, mein Studium pausieren zu lassen und nach dem zweiten Semester mit der Ausbildung zu beginnen. Das war nicht leichtfertig, glaub mir. Nachdem ich die Zusage hatte, war ich total unsicher. Ich habe viel mit Freunden und meiner Familie geredet, Pro-und Contra-Listen geschrieben. Mit mir gerungen und gebetet. Was sollte ich machen? Wie würde ich es meinen (Uni-)Freunden sagen? Was würden sie denken?

Und letztendlich war ich mutig. Ich habe mir gesagt:

"Egal, was andere denken oder sagen,egal, was ich vielleicht selbst von mir erwarte. Ich mache das jetzt. Einfach, weil ich Lust drauf hab & weil ich die Zusage bekommen habe. Und wenn es ganz schlimm wird, kann ich ja immer noch zurück an die Uni."

Tja, und da bin ich jetzt. Mit einer Entscheidung, die mir Frieden und Ruhe gegeben hat. Ich hasse es, so wichtige Entscheidungen zu treffen. Aber immer, wenn ich mich für oder gegen etwas entschieden habe, merke ich direkt, ob es gut war. Und diese Entscheidung war gut.

Ja, sie war auch schwer. Ja, sie hat mich ne Menge Mut gekostet. Aber ich bin sehr froh, sie getroffen zu haben. Und ich bin gespannt, was alles noch kommt und wie diese Entscheidung mein Leben und meinen Alltag verändert. Aber ich hab so Bock drauf!




Ach ja, nur damit du es weisst


Ich möchte meinen Master auf jeden Fall noch zu Ende machen! Wann genau und wie, weiß ich noch nicht genau. Aber mein Fach macht mir auch super viel Spaß und begeistert mich. Deshalb steht es für mich auch außer Frage, die Uni einfach abzubrechen. Dann wäre das also auch noch schnell geklärt.



So. Genug lifetalk für heute,

Debbie

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